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Was bedeutet Bio-Honig?

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Dieses Jahr haben wir die 1. Bio-Kontrolle bestanden und sind im Umstellungsjahr für Bio-Honig, Pollen und Propolis. 2020 wird unser Wachs noch kontrolliert. Wenn diese Kontrolle auf Rückstände negativ ausfällt, dürfen wir unseren Honig ab 2020 als Bio-Honig verkaufen.


Aber: Was heisst denn nun Bio-Honig?

Der Unterschied zwischen ökologisch und konventionell produziertem Honig liegt in der Haltung der Bienen und der Arbeitsweise des Imkers. Durch die Bio-Zertifizierung ist die Umsetzung unten aufgeführter Vorgaben für den Kunden unabhängig kontrolliert und garantiert.

 
Die wesentlichen Richtlinien für Bio-Honig sind:
  • Verwendung natürlicher Materialien für den Bau der Bienenstöcke (kein Styropor)
  • Zucht und Vermehrung durch Schwarmprozess.
  • Hohe Betriebshygiene.
  • Wahl geeigneter Standorte, d.h. im Umkreis von drei Kilometern besteht die Bienenweide im Wesentlichen aus mindestens 50% Bio- oder ÖLN-Flächen oder Wildpflanzen (Wald).
  • Überwinterung mit umfangreichen Honig- und Pollenvorräten. Zufütterung mit eigenem Honig und Futter in biologischer Qualität.
  • Kontrolliert und rückstandsloses Wachs aus eigenem Kreislauf.
  • Direkte Krankheitsregulierung nur mit natürlichen Wirkstoffen z.B. Varroa. Optimierung der vorbeugenden Massnahmen zur Krankheits- und Schädlingsregulierung.
  • Jährliche Kontrolle durch Bio-Kontrollstelle.

Damit auf dem Honigglas „Bio-Honig“ stehen darf, muss die Imkerei zertifiziert sein. Dazu meldet sich der Betrieb bei einer Bio-Kontrollstelle an und beginnt die einjährige Umstellungszeit. Während dieses Jahres muss der Imker bereits nach den Bio-Richtlinien produzieren, darf seine Produkte jedoch noch nicht als Bio, sondern weiterhin konventionell, vermarkten.


Auch das Bienenwachs wird kontrolliert
Auswechslung des Wachses während der Umstellung auf Bio. Rückstandsfreies Wachs am Ende der Umstellung. Das Wachs stammt aus eigenem Wachkreislauf oder alternativ aus zugekauftem Wachs aus Biobetrieb. Die Zertifizierungsstelle überprüft das Wachs durch eine unabhängig gezogene Wachsprobe auf mögliche Rückstände.
 
Auch bei der Reinigung und Desinfektion muss der Bio-Imker auf chemische Mittel verzichten. Hier kommen nur mechanische (z.B. Abkratzen), thermische (z.B. Abflammen) Methoden und Reinigungsmittel gemäss FIBL-Liste zur Anwendung.

 
Varroabekämpfung ohne Chemie
Da es in allen Bienenvölker jedes Jahr wieder starke Populationen der Varroamilbe gibt, ist auch in der Bio-Imkerei eine Behandlung unabdingbar. Hier sind jedoch alle chemisch-synthetischen Mittel verboten. Es dürfen nur rückstandslose Behandlungsmittel wie die organischen Säuren Ameisensäure, Oxalsäure verwendet werden. Biotechnische Verfahren, wie das Entnehmen der Drohnenbrut und die Hyperthermie (Wärmebehandlung).

 
Für Bio-Honig sind auch die Standorte wichtig
Die Bienenweide im Umkreis von 3 km um den Bienenstock besteht aus mindestens 50% Bio- oder ÖLN-Flächen oder Wildpflanzen (Wald). Ausreichende Entfernung zu möglichen nichtlandwirtschaftlichen Verschmutzungsquellen. Der Standort bietet genug natürliche Quellen an Nektar, Honigtau und Pollen sowie Zugang zu Wasser.
 
Die Bienenstöcke müssen in der Bio-Imkerei aus Naturmaterialien gefertigt sein, bei uns also Holz. Sofern sie aussen angestrichen werden, müssen die Farben auf Naturölbasis produziert sein. Die Fütterung der Bienen im Herbst erfolgt schließlich mit Bio- Honig und/oder Bio-Zucker. Dieser ist etwa 2-3x so teuer wie der konventionelle Zucker.


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